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„ Ist Tanga die Frau von Tanko? “ – Halt Pölje 2018
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Halt Pölje 2018 – die diesjährige gemeinsame Sitzung von Kolping und kfd bot wieder einmal fantastische karnevalistische Unterhaltung mit Eigengewächsen aus der Propsteigemeinde. „Jeder tritt hier ohne Gage auf“, betonte Sitzungspräsident Heinz Roters, der wieder gewohnt souverän und schlagfertig durch das Programm führte.
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Das Schützenhaus auf dem Fürstenberg war voll besetzt, als pünktlich um 19.11 der Elferrat mit Ulrike Derksen und Claudia Schibgilla von der kfd und Sarah Bosch, Maxi Decker, Franziska Riedel, Kai Möller, Sven Weinkath, Gerd Janßen, Michael Keisers und Franz Steeger (alle Kolping) ihren Sitzungspräsidenten auf die Bühne begleiteten. Unter den Gästen im Saal befand sich erstmals auch Weihbischof Rolf Lohmann, dem der Abend sichtlich Freude bereitete.
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Das XCV Kinderprinzenpaar Prinz Leon I (Winnekens) und Prinzessin Maja I (Winnekens) begrüßten mit ihren Pagen Ella (De Bakker) und Florian (Hußmann) das närrische Volk, das wieder in tollen Kostümen gekommen war. Danach folgte die XCV-Kindertanzgarde mit ihrem Showtanz. Beeindruckend, wie die Jüngsten schon über die Bühne fegten.
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Als Nachtwächter erschien dann zur ersten Bütt des Abends Tobias Schrörs am Rednerpult. In wohlgesetzten Reimen beleuchtete er Xantener Geschehnisse und betrachtete sie im Narrenspiegel. Wiederkehrendes Motiv war die „mangelnde Kommunikation“ in der Stadt. Viele Themen wurden angesprochen: die gefällten Bäume für den Kurpark, die Wahl von Tanko Scholten zum CDU – Vorsitzenden, der Rainer Groß „in die Karre gefahren ist.“ Der Kurpark wandele sich zum „Xantasialand“. Das Schneechaos, die Fahrradstraße in Wardt, der Spielplatz in Lüttingen: Kaum ein Xantener Aufreger-Thema blieb unerwähnt.
Als das größte Wunder des Jahres bezeichnete der Nachtwächter den Umstand, dass ausgerechnet ein Bürger aus Vynen den Brand in der Marienbaumer Kirche gemeldet hatte.  Als Dank des närrischen Volkes erhielt Tobias Schrörs die erste Rakete des Abends.
Als „Knaller“ und „Stolz des XCV“ bezeichnete Heinz Roters nach ihrer Darbietung die Showtanzfunken des Xantener Carnevalsvereins.
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11 Sängerinnen und Sänger des Chores Ad Sanctos, verstärkt durch Domchor-Leihgabe Karl Schmitz, sangen unter der Leitung von Matthias Zangerle („Mister Kniptang würde man am Niederrhein sagen“ (Roters)) zwei Lieder. Man ließ das Chor-Leben hochleben und nahm das Zeitgeschehen von Trump über AfD bis hin zum Groko-Chaos unter die Lupe. Gertrud Sivalingam waren wieder einmal tolle Texte zur Musik von Frank Sinatra (my way) und Rocco Granata (Marina) gelungen.
Das Flönz-Ballett trat als Blues-Brothers verkleidet auf und unterhielt mit gekonnter Choreographie unter anderem zur Musik der australischen Heavy-Metal Band AC/DC.
Nachdem Heinz Roters dem Bürgermeister zum Geburtstag gratuliert hatte und ein Ständchen auch für die beiden anderen Geburtstagskinder im Saal (Steffi Gerlach-Strunk und Gregor Schliemann) gesungen war, versprach Thomas Görtz eine Spende für die Helfer-Fete.
Es folgte die närrische Hitparade, bei der der Elferrat mit heißen Rhythmen und tollen Schlagern in fantasievollen Kostümen den Saal zum Kochen brachte.
Lars Lindemann – sah als Putzfrau zum Schießen aus, aber „Karneval hat ja auch was mit Ästhetik zu tun“ – hielt im Anschluss seine Bütt und machte vor nichts und niemandem halt. So sei Frau Flüchter, mit der er im vergangenen Jahr noch aufgetreten war, nicht klein –  sie sei ein „Konzentrat“.
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Als Nonnen verkleidet wünschte sich die kfd – Gruppe mit Claudia Schibgilla, Regina Rupprich, Katja Duensing, Lydia Biesemann, Ulla Derksen, Moni Tekath, Bärbel Ricken, Ulla van den Berg und Michaela Winnenkens „ein bisschen Frieden“. Auch auf die anderen Fragen im fiktiven Interview, wurde stets mit dem passenden Schlager geantwortet. Das kam beim Publikum sehr gut an.
Die XCV-Tanzgarde präsentierte dann die hohe Schule des Gardetanzes: Anmut und Grazie gepaart mit Akrobatik und Kondition.
Bereits zum 10. Mal traten die Spielfreunde 09 unter der Leitung von Thomas Hudic auf und erwarten damit im nächsten Jahr ihr närrisches Jubiläum. Sie wurden erst nach einer Zugabe von der Bühne entlassen.
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Highlight der Sitzung war wieder einmal die Rede von Präsident Heinz Roters als Eminenz. Mit Fahrradhelm geschützt betrat er die Bühne und bot ihn sofort dem Bürgermeister an, der ihn wohl besser gebrauchen könne. Gekonnt nahm er Politik und Politiker und Skandale und Skandälchen aus dem abgelaufenen Jahr auf`s närrische Korn. Er sah z.B. die CDU im Jammertal, und rappte für Tanko Scholten, der die CDU überfällt. „Tanga scheint die Frau von Tanko zu sein“, vermutete er. Roters identifizierte Wardt als „Nabel der Welt: Wies’n – Spaß mit Bauer sucht Frau im Zelt“. Und er schlug vor, den „FKK-Weg zum Hagelkreuz“ in „Dolly-Buster-Allee“ umzubenennen. Die Klassiker seiner Reden, wie z.B. der Teil, in dem das Publikum den Reim ergänzt, zündeten auch in diesem Jahr wieder eindrucksvoll.
„Benedicat vos omnipotens“ – der Allmächtige hatte der Narrenschar im Saal wieder den Segen erteilt.
Nachdem dann seine Eminenz noch die Kollegen Lohmann (Weihbischof) und Wittke (Propst) auf die Bühne geholt hatte, endete die Halt Pölje Sitzung 2018.
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Text und Fotos: Michael Lammers 08.02.2018  
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