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Die Pilgergruppe der Kolpingsfamilie  Xanten auf den beiden letzten Etappen des Jakobsweges
von Nijmegen nach Köln am 19.10. bis 21.10.2018.
Nun standen die beiden letzten Etappen des Jakobsweges von Zons bis Merkenich und dann bis nach Köln für unsere Pilgergruppe an. Bei herrlichem Sonnenschein ging es am Freitag mit dem Zug von Xanten nach Köln und dann zur Unterkunft.
Nach dem Frühstück am Samstag machten wir uns mit 13 Erwachsenen und einem Kind (Jörne 8 Jahre), auf den Weg mit Zug und Linienbus zur Kirche St. Martinus in Dormagen-Zons. Dank der unkomplizierten Hilfe der Pfarrsekretärin empfing uns die sehr freundliche Küsterin, die extra für uns die Kirche geöffnet hatte. Nach einem Gebet und unserem Jakobuslied bekamen wir noch den Pilgerstempel. Nun ging es neben dem Schloss in Zons Richtung Rhein und dort auf dem Rheindeichweg, bei einem super Wetter durch eine wunderschöne Rheinlandschaft, bis Merkenich. Der Weg dieser Etappe endete an der Kirche St. Brictius. Nur einen Pilgerstempel gab es hier nicht, da das Pfarrbüro nur am Donnerstag geöffnet ist.
Die Rückfahrt mit dem Zug war eine Wohltat für die müden Beine. Doch in Köln warteten ein Stärkung im Brauhaus Peters und ein frisches Kölsch auf uns.
Am Sonntagmorgen stand die letzte Etappe von Merkenich nach Köln an. Als Kolpinger wollten wir natürlich zur Messe in die Minoritenkirche in Köln. Hier trafen wir auf eine Kolpingsfamilie aus Mastholte-Rietberg und hatten so die Gelegenheit zu einem gegenseitigen Gruppenfoto.
Nach der Hl. Messe ging es nun mit U-Bahn und S-Bahn zu unserem letzten Endpunkt nach Merkenich. Hier fehlte uns ja auch noch der Pilgerstempel und den bekamen wir in einer Bäckerei in Merkenich.  Auch hier wurden wir sehr freundlich begrüßt und es war noch Zeit für einen Kaffee und eine kleine Stärkung, obwohl die Bäckerei um 12.00 Uhr eigentlich schloss und wir erst um 11.57 Uhr dort eintrafen.
Der Jakobsweg führte uns weiter über den Deich durch ein schönes Rheinvorland was jedoch langsam in ein Industriegebiet überging. Es ging mitten durch die Ford Werke in Köln durch Köln-Nippes bis zum Kölner Dom. Im Domforum erhielten wir dann den letzten Stempel für den Jakobsweg von Nijmegen nach Köln.
Bevor wir uns auf den Heimweg machten, wollten wir noch ein Abschlussgebet sprechen und unser Jakobuslied singen und so besuchten wir noch die Kirche St. Mariä Himmelfahrt direkt neben dem Kölner Hauptbahnhof.  St. Mariä Himmelfahrt ist die größte und schönste Barockkirche in Köln, die leider im Krieg fast völlig zerstört wurde. Der Wiederaufbau erfolgte bis Anfang 1980 und ich hatte die Gelegenheit in den Jahren 1972 und 1973 beim Kirchenmaler und Restaurator Wieland in dieser Kirche zu arbeiten.  So hatten auch alle ein Einsehen, dass ich bei einem Besuch in Köln diese Kirche aufsuchen musste.
Durch Kolping hatte ich damals die Möglichkeit des Kolping-Jugendwohnens wodurch auch eine starke Anbindung zum Kolpingwerk entstand. Diese Form des Jugendwohnens wird seit einigen Jahren wieder verstärkt durch das Kolpingwerk gefördert. Hierdurch haben viele junge Menschen die Möglichkeit einen Beruf auch weit entfernt von ihrem Wohnort zu erlernen.
So nun stand unser Rückweg mit dem Zug Richtung Xanten an, der ohne Probleme verlief. Alle freuen sich bereits auf die Jakobswege im Jahr 2019. Wir werden zwei Etappen auf dem südlichen Pfälzer-Jakobsweg wandern und dann die letzten 100 km bis Santiago de Compostela.
Treu Kolping
Theo Sebus
30.10.2018
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Kolpingsfamilie Xanten      seit 1878