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Einkehrtag der Kolpingsfamilie Xanten
Das Motto des diesjährigen Einkehrtages am 18. November im Regina-Protmann-Haus  lautete „Kolping-Upgrade“. Damit bezeichnet das Kolpingwerk einen Prozess, an dessen Ende eine runderneuerte  Verbandsarbeit  stehen soll. Die Referentin Jana Liemann vom Diözesanverband Münster brachte 16 Kolpingmitglieder auf den neuesten Stand der bundesweiten Diskussion und forderte sie auf, ihre Ideen und Meinungen einzubringen, wie der Weg in die Zukunft aussehen könnte: Wer sind wir – was tun wir – was wollen wir?  Was sind die Alleinstellungsmerkmale der Kolpingsfamilie? Soll der ursprünglich katholische Sozialverband sich anderen Konfessionen oder sogar Nichtchristen öffnen? Das waren  nur einige der vielen Fragen, denen nachgegangen wurde. Am Ende stand der Plan, einen Angebotsflyer für die hiesige Kolpingsfamilie zu erstellen, die Medienarbeit zu optimieren und Mitgliederwerbung zu betreiben,  um den Weg in die Zukunft zu sichern.
Die Referentin stellte uns 4 Themenkreise vor und bat jeden Einzelnen, mit einem Punktesystem dazu Stellung zu nehmen:
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  1.
KOLPING  hat ein klares Profil (in Wort und Tat) und steht als Marke sowie als ein zivilgesellschaftlicher Akteur für etwas Bestimmtes  (6 mögliche Thesen)
    Favoriten:
    1.1
(6 Zustimmungen von 16) Das Kolping-Profil – das, was uns unverwechselbar ausmacht – muss klarer werden. Verband, Einrichtungen und Unternehmen müssen sich zukünftig enger an diesem Profil orientieren als bisher.
    1.2

(ebenfalls 6 von 16) Die Bezeichnung „katholischer Sozialverband“ wird heute nicht mehr von allen verstanden. Wir brauchen eine neue Bezeichnung.

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  2. KOLPING versteht sich als Teil von Kirche – ist Kirche (6 Thesen)
    2.1 (11 von 16)  Kolping versteht sich als katholischer Mitgliederverband mit klarer ökumenischer Offenheit.
    2.2
(ebenfalls 11 von 16) Wir streben eine ausdrückliche Öffnung der Mitgliedschaft an. Jeder Mensch, der die Ideen und Werte des Verbandes befürwortet und bereit ist, diese mitzutragen, kann Mitglied bei Kolping werden. Das gilt z.B. auch für
      - nicht-katholische Christen
      - ungetaufte bzw. Menschen, die keiner Religion angehören
      - Menschen, die geschieden und wiederverheiratet sind
      - Menschen, die aus der Kirche ausgetreten sind
      - Menschen anderer Weltreligionen
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  3. KOLPING versteht sich als starker Mitgliederverband mit verbandlichen Einrichtungen und Unternehmen
(5 Thesen)
    3.1
(9 von 16) Der Verband und seine Einrichtungen und Unternehmen müssen inhaltlich enger zusammenrücken und sich zukünftig gemeinsam als „Umsetzer der Idee Kolpings“ verstehen.
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  4.
KOLPING  wird stabil getragen von motivierten ehren- und hauptamtlichen Leitungskräften und Mitarbeitenden, die sich mit KOLPING identifizieren, und verfügt über belastbare Strukturen (3 Thesen)
    4,1
(10 von 16 Zustimmungen) Ein Verband wie Kolping braucht heute die ganze Bandbreite von Medien (Kolpingmagazin, Idee & Tat, Homepage, Newsletter, Facebook, usw.).
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Bei der Vielzahl der angesprochenen Themen und Thesen hätte sich der Vorstand eine regere Beteiligung am Einkehrtag (nur 6,7 % der KF Xanten) gewünscht. Schreckte das Thema ab? Soll alles „beim Alten“ bleiben? Aber „die Alten“ können die Zukunft nicht richten, dazu braucht es frische Impulse und tatkräftige Unterstützung.
Für die vielfältigen Anregungen dankte der Vorsitzende René Schneider der Referentin Jana Liemann mit einer Flasche Wein, unterstützt vom herzlichen Applaus der Teilnehmer. Anschließend nutzten viele die Möglichkeit, in der Cafeteria in geselliger Gemeinschaft das Mittagessen einzunehmen.
Text: Margareta Felbert  
Fotos: Rudolf Felbert
 
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Kolpingsfamilie Xanten      seit 1878