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Einkehrtag zwischen Glaube und Religiosität.
Einen ganzen Vormittag lang Zeit zu haben, um intensiv über ein religiöses Thema zu sprechen: Das ist der Anspruch des jährlich stattfindenden Einkehrtages unserer Kolpingsfamilie Xanten. Umso dankbarer war der Vorstand, als unser Kolpingbruder Josef Hochstaffl ein ganz besonderes Thema ins Spiel brachte. „Junge Menschen! Alte Kirche?“, brachte er provokativ auf den Punkt – und begeisterte damit Mitte November rund drei Dutzend aktive Kolpinger.
Eine lebendige Diskussion traten vor allem die sechs Jugendlichen los, die zu Gast waren und aus ihrem Herzen keine Mördergruppe machten. Stattdessen erzählten sie aus ihrem Leben und erklärten, warum es manchmal nicht ganz leicht ist mit dem eigenen Glauben. Moderiert von Tobias Schrörs gaben die jungen Leute in ihren Statements zu, dass die schwierige und oft lebensfremde Sprache eine Hürde sei, die vom Besuch der Gottesdienste abhalte. „Dass wir nicht immer in die Kirche gehen, heißt aber nicht, dass wir nicht gläubig sind“, stellten die Jugendlichen klar. Dass der Nachwuchs hier deutlich unterscheidet, war auch für manches Kolpingmitglied überraschend.
Mit wissenschaftlicher Präzision sezierte Josef Hochstaffl anschließend die so genannten Sinus-Milieus, in die sich die Jugendlichen mit ihren Vorlieben und ihrem Verhalten unterteilen lassen. Daraus ergebe sich jeweils eine ganz eigene Sicht auf Glaube und Religion – von völliger Ablehnung bis hin zu tiefer Religiosität.
Die Mischung macht’s: Neben wissenschaftlichen Erkenntnissen wirkten die spirituellen Impulse, die Josef Hochstaffl gezielt einfließen ließ, inspirierend auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Umso mehr freuen wir uns schon jetzt auf eine Fortsetzung der Einkehrtage im kommenden Jahr.
Text:  René Schneider    19.11.17  
Fotos: Ursula Steltner
 
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Kolpingsfamilie Xanten      seit 1878